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Pflegevertrag oder Einzelaufträge: So entscheiden Sie richtig

Soll ich einen Wartungsvertrag abschließen oder lieber bei jedem Pflegegang neu anrufen? Wir erklären die echten Unterschiede – und sagen ehrlich, wann sich der Vertrag rechnet und wann nicht.

Kurz gesagt: Ein Pflegevertrag lohnt sich, wenn die Fläche regelmäßig Aufmerksamkeit braucht, ein Termin nicht ausfallen darf oder eine Pflicht dahintersteht – bei WEG, Gewerbeobjekten, Winterdienst und Baumbeständen mit Verkehrssicherungspflicht. Er bringt feste Termine, kalkulierbare Kosten, Vorrang bei der Disposition und eine lückenlose Dokumentation, die im Schadensfall zählt. Einzelaufträge sind die bessere Wahl bei kleinen, überschaubaren Gärten, bei einmaligen Arbeiten und wenn man selbst gärtnert und nur Spitzen abfangen will. Der Aufwand vor Ort liegt in beiden Fällen bei rund 80 € je Stunde; der Unterschied liegt nicht im Stundensatz, sondern in Planbarkeit und Nachweis.

Die Frage stellt sich praktisch jedem Privatkunden und jedem WEG-Verwalter: Wartungsvertrag oder Einzelauftrag? Beides hat seine Berechtigung. Hier eine Entscheidungshilfe ohne Verkaufsdruck.

Was ist eigentlich ein Pflegevertrag?

Ein Wartungs- oder Pflegevertrag im Galabau ist eine schriftliche Vereinbarung, in der festgelegt ist:

  • Welche Pflegearbeiten in welcher Frequenz durchgeführt werden
  • Welche Termine garantiert sind (z. B. „Rasenmähen alle 14 Tage zwischen April und Oktober")
  • Welche Pauschalen oder Jahrespreise gelten
  • Welche Reaktionszeiten bei Sonderanfragen oder Notfällen zugesichert sind
  • Welche Leistungen nicht enthalten sind (und entsprechend separat berechnet werden)

Wann sich der Vertrag lohnt

Sie sollten einen Pflegevertrag erwägen, wenn:

  • Sie mehr als 2–3 Pflegetermine pro Jahr benötigen
  • Sie verlässliche, planbare Termine brauchen (etwa als Verwaltung oder bei Vermietung)
  • Sie ein komplexeres Pflegeprogramm wollen (Rasen + Hecken + Bäume + saisonale Bepflanzung)
  • Ihnen Dokumentation wichtig ist (für Versicherung, WEG-Versammlung, Vermietung)
  • Sie Vorrang bei Engpässen wollen (im Frühjahr und Herbst sind alle Betriebe ausgebucht)

Einzelaufträge reichen, wenn:

  • Sie nur 1–2 Termine pro Jahr brauchen (etwa Heckenschnitt und Herbstputz)
  • Sie bereit sind, Wartezeiten in Kauf zu nehmen
  • Ihre Pflege variabel ist (mal mehr, mal weniger)
  • Sie flexibel bleiben wollen, was Anbieter angeht

Vorteile eines Wartungsvertrags – ehrlich aufgelistet

  1. Planbare Kosten: Sie wissen, was Sie das Jahr kostet
  2. Feste Termine: kein wiederkehrendes „Wann passt es bei Ihnen?"
  3. Vertrauter Ansprechpartner: kein wechselndes Personal, das Sie und Ihren Garten kennt
  4. Vorrang bei Notfällen: wenn der Sturm einen Ast knickt, sind Vertragskunden zuerst dran
  5. Bessere Preise je Termin: die Routine erlaubt schlankere Kalkulation
  6. Dokumentation: Sie haben jährlich einen Bericht über alles, was gemacht wurde

Was Sie aufgeben

Ehrlicherweise auch:

  • Sie binden sich an einen Anbieter (Kündigungsfrist meist 3 Monate zum Jahresende)
  • Sie können nicht „diesmal lassen wir das" sagen, ohne Vertragsanpassung
  • Sonderwünsche außerhalb des Vertrags werden zusätzlich berechnet

Typische Pflege-Pakete und ihre Preise

Drei typische Stufen für Privatgärten zwischen 400 und 1.000 m²:

  • Basis (8–12 Termine/Jahr): 80–120 €/Termin, gesamt 800–1.500 €/Jahr
  • Komfort (14–18 Termine/Jahr inkl. Beetpflege): 130–180 €/Termin, gesamt 2.000–3.000 €/Jahr
  • Komplett (wöchentlich in der Saison + Bewässerungsmanagement): nach Aufwand, ab 4.500 €/Jahr

Bei größeren Grundstücken oder gewerblichen Anlagen rechnen wir auf qm-Basis.

Tipp für Verwaltungen

Bei WEG- und Hausverwaltungen ist der Vertrag praktisch immer die richtige Wahl. Hier zählt Dokumentation, Reaktionszeit und Vertragsfähigkeit deutlich mehr als die Möglichkeit, „mal einen Termin auszulassen".

So gehen wir vor

Wir bieten Verträge nicht als „one size fits all" an. Erst kommt ein kostenfreier Vor-Ort-Termin, dann ein konkreter Vorschlag:

  • Welche Arbeiten machen für Ihren Garten Sinn?
  • Welche Frequenz ist realistisch?
  • Was kostet das pro Jahr fair und transparent?
  • Mit welchen Sondereinsätzen ist zu rechnen (Sturm, Krankheit)?

Sie entscheiden in Ruhe, ob Vertrag oder Einzelauftrag besser passt. Auch ein „Probejahr" ist möglich – wir nehmen Sie nicht für 5 Jahre in Geiselhaft.

Fazit

Pflegeverträge lohnen sich ab dem zweiten Pflegetermin pro Jahr. Sie geben planbare Termine, verlässliche Preise und Vorrang bei Engpässen. Einzelaufträge bleiben sinnvoll bei sehr seltenen Pflegegängen oder wechselndem Bedarf. Beides ist legitim – Hauptsache, es ist eine bewusste Entscheidung.

Thorsten Dremel
Thorsten Dremel Geschäftsführer GBSD GmbH · Galabau-Meisterbetrieb in Werder (Havel) mit Einsatz in Berlin, Potsdam und Havelland. Sie haben Fragen zu diesem Thema? Schreiben Sie uns.

Häufig gestellte Fragen

Wann lohnt sich ein Pflegevertrag, wann nicht?

Er lohnt sich, wenn eine Pflicht dahintersteht – bei WEG, Gewerbeobjekten, Winterdienst und Baumbeständen mit Verkehrssicherungspflicht – oder wenn ein Termin schlicht nicht ausfallen darf. Bei einem kleinen, überschaubaren Garten, den Sie ohnehin selbst pflegen, reicht der Einzelauftrag.

Was kostet ein Pflegevertrag?

Die Pflegepakete beginnen bei rund 80 € beziehungsweise 150 € je Termin, je nach Umfang. Die Facharbeit vor Ort liegt in beiden Fällen bei rund 80 € je Stunde netto – der Unterschied liegt nicht im Stundensatz, sondern in Planbarkeit und Nachweis.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Witterungsabhängige Arbeiten werden verschoben und nachgeholt – ein Gehölzschnitt bei starkem Frost oder Rasenpflege bei Nässe schadet mehr, als er nützt. Beim Winterdienst ist es umgekehrt: Dort richtet sich der Einsatz allein nach der Wetterlage, nicht nach dem Kalender.

Kann ich vom Einzelauftrag später in einen Vertrag wechseln?

Ja, und das ist der übliche Weg: erst ein, zwei Einzeleinsätze, um Fläche und Zusammenarbeit kennenzulernen, dann der Vertrag mit festem Rhythmus. Umgekehrt geht es genauso.

Impressionen

Einblicke in unsere Arbeit

Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild) Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild) Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild) Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild) Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild)

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