Sturmschäden an Bäumen sind in Berlin und Brandenburg jährlich ein wachsendes Problem – durch zunehmende Wetterextreme, Trockenstress und immer wieder Spätfröste. Was zuerst wichtig ist: Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht selbst unters Risiko.

Sofort prüfen: Akute Gefahr?

Direkt nach dem Sturm prüfen Sie ohne Selbstgefährdung (aus sicherer Entfernung, möglichst von einem Punkt aus, der nicht im Falllinie liegt):

  • Steht der Baum noch gerade oder ist er deutlich geneigt?
  • Sind Äste abgebrochen und hängen lose in der Krone?
  • Liegt Material auf Stromleitungen, Wegen oder Gebäuden auf?
  • Sind Wurzeln aus dem Boden gerissen oder ist der Boden um den Stamm angehoben?

Akute Gefahr → sofort Notruf

Bei Gefährdung von Personen, Stromleitungen oder Hauptverkehrswegen: Feuerwehr unter 112. Bei nicht akuten, aber bedrohlichen Situationen: unsere Notfallnummer 0156 78374913 (24/7 in der Sturmsaison).

Was Sie selbst tun können – und was nicht

Was Sie tun dürfen:

  • Bereich absperren: Mit Absperrband oder Schildern verhindern, dass Personen unter den Baum gehen
  • Fotos machen: Für Versicherung und ggf. Antragsverfahren – jeden Schaden aus mehreren Winkeln
  • Versicherung benachrichtigen: Gebäude- oder Haftpflicht-Versicherung sofort melden
  • Kleinmaterial wegräumen: Kleinere Äste am Boden, soweit es die Wege blockiert

Was Sie nicht tun sollten:

  • Nicht selbst auf den Baum klettern oder mit einer Leiter zu Ästen langen
  • Keine Motorsäge bei hängenden, unter Spannung stehenden Ästen – Verletzungsgefahr
  • Nicht abwarten und „mal schauen": Ein angeknickter Baum oder ein „hänger" Ast wird mit jedem Windstoß gefährlicher

Wann muss der Profi kommen?

Diese Situationen sind grundsätzlich nichts für Eigentümer:

  1. Großer Baum schief gestellt mit angehobenem Wurzelteller – akute Umsturzgefahr
  2. Ast unter Spannung hängt in der Krone oder über einem Weg
  3. Krone teilweise gebrochen – die Reste sind oft instabil
  4. Baum auf Gebäudeteil oder Auto – kontrollierter Rückbau nötig
  5. Stromleitung berührt: immer Energieversorger zuerst!

Wie schnell sind wir vor Ort?

In der Sturmsaison (typischerweise Oktober–März, aber auch im Sommer bei Gewitterstürmen) haben wir einen 24/7-Bereitschaftsdienst. Reaktionszeiten:

  • Akute Personengefährdung: binnen 1–2 Stunden vor Ort
  • Sachschaden, keine Personengefahr: meist binnen 24 Stunden
  • Nicht akut, aber Folgeschaden möglich: binnen 2–3 Werktagen

Was kostet ein Notfalleinsatz?

Ein typischer Sturm-Notfalleinsatz mit Hubarbeitsbühne und Zwei-Mann-Team kostet zwischen 350 und 800 € (Anfahrt, 2–4 Stunden Einsatz, Entsorgung). Bei größeren Schäden entsprechend mehr. Die Versicherung übernimmt das in der Regel – sprechen Sie uns auf die korrekte Rechnung für Versicherungseinreichung an.

Vorbeugen: Was Sie tun können

Sturmschäden lassen sich nicht ganz verhindern, aber stark reduzieren:

  • Regelmäßige Kontrolle nach FLL – Schäden früh erkennen
  • Kronenpflege: Auslichten und totes Holz entfernen reduziert die Angriffsfläche
  • Kronensicherung bei wertvollen oder geneigten Bäumen (Stahlseile zwischen tragfähigen Ästen)
  • Wurzelraum sichern: kein Auffüllen oder Versiegeln im Wurzelbereich

Notfallnummer speichern

Speichern Sie die Nummer 0156 78374913 direkt im Handy ein – im Ernstfall haben Sie keine Zeit, sie zu suchen. Sie ist während der Sturmsaison 24/7 besetzt.

Thorsten Dremel
Thorsten Dremel Geschäftsführer GBSD GmbH · Galabau-Meisterbetrieb in Werder (Havel) mit Einsatz in Berlin, Potsdam und Havelland. Sie haben Fragen zu diesem Thema? Schreiben Sie uns.