📍 Sitz Werder · Einsatz in Berlin, Potsdam & Havelland🕒 24/7 telefonisch erreichbar🌪️ Notfall Baum: 0156 78374913

Rasenpflege im Sommer: 5 Profi-Tipps gegen vertrocknete Flächen

Sommer in Berlin und Brandenburg bedeuten oft wochenlange Hitze und Trockenheit. Wer ein paar Grundregeln beachtet, bringt seinen Rasen ohne riesigen Aufwand grün durch. Hier die fünf wichtigsten.

Kurz gesagt: Rasen kommt im Hochsommer mit fünf Regeln durch: selten, aber durchdringend wässern – rund 15 bis 20 Liter je Quadratmeter ein- bis zweimal pro Woche statt täglich kurz; früh am Morgen bewässern; höher mähen (in Hitzeperioden 6 bis 8 cm) und nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal abnehmen; den Schnitt liegen lassen oder mulchen, damit er beschattet; und in der Hitze nicht stickstoffbetont düngen. Ein brauner Rasen ist selten tot – er ruht und ergrünt nach dem ersten durchdringenden Regen wieder.

Die Sommer der letzten Jahre haben gezeigt: Was vor 20 Jahren eine Ausnahme war (zwei Wochen am Stück über 30 Grad), ist heute der Normalfall. Für Rasenflächen ist das eine Belastungsprobe. Wer die folgenden fünf Punkte beachtet, hat selbst im August eine grüne Fläche.

1. Schnitthöhe hochsetzen

Der häufigste Fehler: zu kurzer Schnitt bei großer Hitze. Kurz geschnittenes Gras vertrocknet wesentlich schneller – die Sonne brennt direkt auf den Boden, und die kleinen Halme können nicht mehr ausreichend Feuchtigkeit speichern.

Empfehlung: Im Sommer mindestens 6–8 cm Schnitthöhe lassen. Im Hochsommer (Juli/August) ruhig bis 10 cm gehen. Die Fläche sieht zwar etwas „wilder" aus, ist aber deutlich widerstandsfähiger.

2. Seltener mähen, aber regelmäßig

Statt jede Woche zu mähen, lieber alle 10–14 Tage. Bei jedem Schnitt entfernen Sie nie mehr als ein Drittel der Halmhöhe. Häufiges Mähen stresst die Pflanzen und beschleunigt das Austrocknen.

3. Richtig wässern – wenn, dann gründlich

Falsch ist: jeden Abend kurz mit dem Gartenschlauch drüber. Das fördert nur oberflächliches Wurzelwachstum – bei der nächsten Hitzewelle bricht der Rasen zusammen.

Richtig: 1–2× pro Woche gründlich wässern (15–25 Liter pro m²), idealerweise früh morgens. Das Wasser dringt tief ein, die Wurzeln wachsen nach unten und der Rasen wird hitzeresistenter.

Wasserrechtliche Hinweise

In Brandenburg gelten in trockenen Jahren regelmäßig Bewässerungsverbote aus Oberflächengewässern. Aus dem Hahn ist das Bewässern erlaubt, aber teuer. Eine Regenwasser-Zisterne lohnt sich langfristig.

4. Vertikutieren – aber bitte im Frühjahr, nicht im Sommer

Vertikutieren öffnet die Grasnarbe und beseitigt Moos und Filz. Im Sommer ist das aber Stress pur für den Rasen – die freigelegten Flächen vertrocknen sofort.

Empfehlung: Vertikutieren immer im April/Mai oder im September. Im Sommer höchstens punktuell auf besonders dichten Stellen.

5. Düngen mit Verstand

Stickstoffbetonte Dünger im Hochsommer sind kontraproduktiv – sie regen das Wachstum an, das die Pflanze in der Hitze gar nicht leisten kann. Die Folge: gelbe, gestresste Flächen.

Stattdessen: Im Hochsommer einen kalibetonten Dünger ausbringen (z. B. „Sommerdünger") oder gar nicht düngen. Die nächste richtige Düngegabe folgt im September.

Was tun, wenn der Rasen schon braun ist?

Keine Panik – das Gras ist meist nicht tot, nur in „Sommerruhe". Sobald der Regen wiederkommt und es kühler wird, ergrünt die Fläche meist von selbst. Wenn nicht (Lücken oder Kahlstellen), im September:

  • Boden lockern
  • Nachsäen mit trockenheitsverträglicher Mischung
  • Leicht andrücken und 14 Tage feucht halten

Langfristig: Die richtige Rasensorte wählen

Wer eine Rasenfläche neu anlegt, sollte gleich auf trockenheitsverträgliche Mischungen setzen. Schafschwingel, Hartschwingel und tiefwurzelnde Sorten kommen mit Hitze deutlich besser klar als reine Zuchtarten. Wir beraten dazu im Vor-Ort-Termin.

Fazit

Höher schneiden, seltener aber gründlicher wässern, im Sommer nicht vertikutieren, mit Kali statt Stickstoff düngen, und im Notfall im September nachsäen – das sind die fünf Eckpfeiler einer hitzefesten Rasenpflege. Wer es nicht selbst machen will: wir kommen.

Quellen: Deutsche Rasengesellschaft e. V..

Thorsten Dremel
Thorsten Dremel Geschäftsführer GBSD GmbH · Galabau-Meisterbetrieb in Werder (Havel) mit Einsatz in Berlin, Potsdam und Havelland. Sie haben Fragen zu diesem Thema? Schreiben Sie uns.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein brauner Rasen tot?

In aller Regel nicht. Rasengräser gehen bei Trockenheit in eine Ruhephase, ziehen sich in die Wurzelzone zurück und treiben nach dem ersten durchdringenden Regen wieder aus. Wer in dieser Phase vertikutiert oder stickstoffbetont düngt, richtet mehr Schaden an als die Trockenheit.

Wie viel Wasser braucht Rasen im Sommer?

Rund 15 bis 20 Liter je Quadratmeter, ein- bis zweimal pro Woche – nicht täglich kurz. Nur so erreicht das Wasser die tieferen Bodenschichten und die Wurzeln wachsen ihm nach.

Wie hoch soll ich in der Hitze mähen?

6 bis 8 cm. Der längere Halm beschattet den Boden und verringert die Verdunstung. Nehmen Sie nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal ab, sonst kommt zusätzlicher Stress zum Hitzestress dazu.

Darf ich im Sommer düngen?

Kalibetont ja – Kalium stärkt die Zellwände und die Trockenheitstoleranz. Stickstoffbetont nein: Er treibt weiches Blattwachstum, das genau dann Wasser braucht, wenn keines da ist.

Impressionen

Einblicke in unsere Arbeit

Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild) Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild) Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild) Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild) Garten- und Landschaftsbau von GBSD in Berlin, Potsdam und dem Havelland (Symbolbild)

Symbolbilder – beispielhafte, KI-gestützte Visualisierungen