Bepflanzung: Stauden, Gehölze und Hecken, die anwachsen.
Der Unterschied entsteht unter der Erde – im Boden, in der Pflanzgrube und in den ersten beiden Sommern.
Eine Bepflanzung hält oder scheitert am Boden, nicht an der Pflanzenliste. Die GBSD GmbH bereitet den Wurzelraum auf, pflanzt fachgerecht und übernimmt die Pflege bis zum abgeschlossenen Anwachsen – die Normenreihe DIN 18915 bis 18919 beschreibt genau diese Kette von den Bodenarbeiten über die Pflanzarbeiten bis zur Entwicklungspflege. Auf märkischem Sand heißt das konkret: Kompost und Tonmineral in den Wurzelraum, eine rund 5 cm starke Mulchschicht gegen die Verdunstung und durchdringendes Wässern über zwei Vegetationsperioden statt täglicher kleiner Gaben.
Bepflanzung in Zahlen
- Die Pflanzgrube wird anderthalb- bis zweimal so breit ausgehoben wie der Wurzelballen – und nicht tiefer.
- Eine rund 5 cm starke Mulchschicht senkt die Verdunstung auf sandigem Boden spürbar.
- Märkischer Sand liegt meist bei pH 5,5–7,0 und puffert kaum – mehrere kleine Düngegaben wirken besser als eine große im Frühjahr.
- Wurzelnackte Gehölze pflanzt man zwischen Oktober und März bei frostfreiem Boden, Containerware ganzjährig.
- § 39 BNatSchG verbietet vom 1. März bis 30. September das Abschneiden und Beseitigen von Hecken – das Pflanzen bleibt erlaubt.
- Die Fertigstellungspflege nach DIN 18919 endet nicht mit dem Pflanzen, sondern mit dem abgeschlossenen Anwachsen.
So läuft eine Bepflanzung ab
Der Boden entscheidet, nicht die Pflanzenliste
Der typische Boden in unserem Einzugsgebiet ist märkischer Sand: durchlässig, humusarm, mit geringer Pufferkapazität. Wasser läuft schnell durch, Nährstoffe werden ausgewaschen, und in den Niederungen kommt bindiger Lehm dazu, der beim Unterbau das gegenteilige Problem macht. Wer darauf pflanzt wie auf gewachsenem Gartenboden, hat nach dem ersten trockenen Sommer Lücken.
Deshalb steht am Anfang die Bodenarbeit. Verdichtungen werden gelockert – auf Neubaugrundstücken reicht der Bagger oft bis in den Unterboden. Kompost erhöht den Humusanteil, Tonmineral die Wasserspeicherung dauerhaft, weil es anders als Kompost nicht abgebaut wird. Auf welche Arten sich das lohnt und welche hier ohne tägliches Gießen auskommen, steht ausführlich im Ratgeber Pflanzen für märkischen Sandboden.
Ballenware, Container oder wurzelnackt
Dieselbe Pflanze kostet je nach Anzuchtform ein Vielfaches – und lässt sich zu ganz unterschiedlichen Zeiten setzen. Die Wahl ist deshalb keine Geschmacksfrage, sondern eine Terminfrage.
| Wurzelnackt Hecken, junge Laubgehölze, Rosen | Nur in der laublosen Zeit, Oktober bis März. Günstigste Form, wächst bei richtiger Pflanzung sehr zuverlässig an. |
| Ballenware Nadelgehölze, größere Laubgehölze, Solitäre | Im Herbst und Frühjahr. Das Ballentuch bleibt am Ballen, nur die Bindung am Stammfuß wird gelöst. |
| Containerware Stauden, Gräser, kleinere Gehölze | Ganzjährig bei frostfreiem Boden. Im Hochsommer nur mit gesicherter Bewässerung – teuerste, aber terminlich freieste Form. |
Bei Containerware lohnt ein Blick auf den Ballen: Kreisen die Wurzeln am Topfrand, werden sie vor dem Pflanzen angeschnitten. Sonst wächst die Pflanze jahrelang im Kreis weiter, statt in den Boden zu gehen.
Hecke, Staudenbeet, Solitärgehölz
Die Hecke ist eine Reihe, kein Einzelgewächs – gepflanzt wird in einen durchgehend vorbereiteten Graben, nicht in Einzellöcher. Nur so wurzeln die Pflanzen gleichmäßig und die Hecke wächst später auf einer Höhe zu. Wo eine Hecke die Grenze bildet, gelten zusätzlich die nachbarrechtlichen Abstände; dazu steht mehr unter Zaun & Sichtschutz.
Das Staudenbeet lebt von der Stückzahl. Einzeln gesetzte Stauden wirken jahrelang verloren; gepflanzt wird in Gruppen, mit einem Gerüst aus wenigen wiederkehrenden Arten. Auf Sand kommen trockenheitsverträgliche Arten mit tiefem oder weit streichendem Wurzelwerk am besten zurecht.
Das Solitärgehölz ist der Fall, bei dem die Technik entscheidet. Große Ballen wiegen schnell mehr als eine Tonne; ob sie über den Hausdurchgang, mit dem Minibagger oder per Kran an ihren Platz kommen, bestimmt den Aufwand stärker als die Pflanze selbst. Steht bereits Bestand daneben, planen wir die Zufahrt so, dass der Wurzelbereich der Altbäume nicht befahren wird – siehe Baumpflege.
Die ersten zwei Sommer
Eine Pflanzung ist mit dem Setzen nicht fertig. Die Normenreihe unterscheidet dafür zwei Phasen: Die Fertigstellungspflege läuft bis zum abgeschlossenen Anwachsen und gehört zur Bauleistung; die Entwicklungspflege schließt sich an und führt den Bestand bis zum geplanten Zustand. Wer nur die Pflanzung beauftragt und die erste Phase weglässt, spart an der Stelle, an der die Ausfälle entstehen.
Praktisch heißt das: durchdringend wässern statt täglich wenig, damit die Wurzeln dem Wasser in die Tiefe folgen. Mulchschicht kontrollieren und nachlegen. Verankerungen nach dem ersten Winter nachziehen und nach zwei bis drei Jahren entfernen, damit sie nicht einwachsen. Und im zweiten Jahr der Aufbauschnitt, der die Krone in Form bringt, solange die Schnittstellen klein sind. Wenn Sie das nicht selbst übernehmen wollen, läuft es über die Gartenpflege; für die Bewässerung gibt es die automatische Bewässerung.
Was eine Bepflanzung kostet
Einen Quadratmeterpreis für „Bepflanzung“ gibt es nicht – die Spanne zwischen einer Heckenpflanzung aus kleiner Ware und einem eingekransten Solitär ist zu groß. Was den Preis tatsächlich bestimmt:
- Pflanzgröße. Der mit Abstand größte Posten. Größere Ware kostet nicht nur mehr im Einkauf, sondern verlangt auch Technik zum Bewegen.
- Bodenvorbereitung. Gewachsener Gartenboden braucht wenig, eine befahrene Neubaufläche viel – bis hin zum Bodenaustausch.
- Zugänglichkeit. Ob Material über eine befahrbare Zufahrt oder durch den Hausflur kommt, ändert den Aufwand deutlich.
- Stückzahl je Art. Viele gleiche Pflanzen sind je Stück günstiger als eine bunte Einzelauswahl.
- Anwuchspflege. Zwei Vegetationsperioden Wässern und Kontrolle sind eine eigene Leistung, keine Zugabe.
Wo wir belastbare Zahlen haben, nennen wir sie: Eine detaillierte Pflanzplanung liegt bei etwa 4.000 €, ein Bewässerungskonzept bei etwa 780 €. Beides finden Sie zusammen mit den übrigen Planungskosten auf der Seite Gartengestaltung. Alle Angaben netto und als Orientierung, kein Angebot.
Was Sie erwarten können
Wir sagen Ihnen vor der Pflanzung, welche Arten wir vorschlagen und warum, was die Bodenvorbereitung kostet und wie lange die Anwuchspflege läuft. Der Vor-Ort-Termin ist kostenlos. Wir halten den Termin, räumen die Fläche auf und nehmen Töpfe, Ballentücher und Aushub mit.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Pflanzzeit?
Darf ich zwischen März und September überhaupt pflanzen?
Warum wird der Boden ausgetauscht und nicht nur die Pflanze gesetzt?
Wie groß muss die Pflanzgrube sein?
Wie lange muss eine Neupflanzung gewässert werden?
Was kostet eine Bepflanzung?
Übernehmen Sie auch die Pflege danach?
Zum Weiterlesen
Drei Artikel, die an dieser Leistung hängen:
- Pflanzen für märkischen Sandboden – welche Bäume, Hecken und Stauden hier ohne tägliches Gießen zurechtkommen.
- Heckenschnitt im Sommer – was § 39 BNatSchG zwischen März und September erlaubt und was nicht.
- Bäume richtig wässern – warum durchdringende Wassergaben in größeren Abständen besser wirken als tägliches Gießen.
Einblicke in unsere Arbeit
Symbolbilder – beispielhafte, KI-gestützte Visualisierungen
Passt dazu
Eine Bepflanzung steht selten allein. Häufig kommt sie zusammen mit Gartengestaltung, einer neuen Rasenfläche, der automatischen Bewässerung oder einem Gartenteich. Für die laufende Betreuung danach gibt es die Gartenpflege, für Verwaltungen und Unternehmen die Außenanlagenpflege. Wo wir arbeiten, steht unter Einsatzgebiete.
Ihre neue Bepflanzung
Wir sehen uns den Boden an und sagen Ihnen, was auf dieser Fläche geht – und was nicht. Beratung und Vor-Ort-Termin sind im Umkreis von 50 km kostenfrei und unverbindlich.